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Lookout Games 00028 - Agricola, Sonderpreis Komplexes Spiel 2008

Lookout Games 00028 - Agricola, Sonderpreis Komplexes Spiel 2008

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Andere Ansichten:
Marke: Lookout Games

Listenpreis: EUR 39,99
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Bewertung: 5.0 von 5 Sternen 14 Rezensionen
Verkaufsrang: 91

Medium: Spielzeug
Zerbrechlich: Nein
Batterien im Lieferumfang enthalten: Nein
Versandgewicht: 4.5
Maße (innen): 12.4 x 9 x 2.9

Modell: 00028
EAN: 4250231700217
ASIN: B0010B5472

Verfügbarkeit: Versandfertig in 1 - 2 Werktagen

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Redaktionelle Rezensionen:

Product Description
Mitteleuropa, 17. Jahrhundert, kurz vor der Sportschau (nein, falscher Film). Die seit 1348 wütende Pest ist überstanden, die zivilisierte Welt befindet sich im Neuaufbau. Die Menschen bauen ihre Hütten aus und renovieren sie. Äcker wollen gepflügt, bestellt und nach einer gewissen Zeit abgeerntet werden. Die Hungersnot der zurückliegenden Jahre hat die Menschheit dazu gebracht, mehr Fleisch zu essen und sich daher Tiere zu domestizieren. So viele Möglichkeiten! So wenig Zeit bis zur nächsten Ernte! Agricola ist ein auf Hofwirtschaft ausgerichtetes Entwicklungsspiel, das auch solitär zu spielen ist.


Kundenrezensionen:   Gelesen 9 mehr Rezensionen...

5 von 5 Sternen Viele Wege zum Ziel   Oktober 31, 2008
Doris Waczenski
Zuerst einmal: keine Angst, Agricola ist lange nicht so komplex wie man aufgrund der Beschreibung annehmen könnte! Die Grundregeln sind sehr schnell erlernt, es gibt allerdings eine Vielzahl von Möglichkeiten während des Spielverlaufs. Übersicht, Priorisierung und Entschlussfreude sind unbedingt nötig, um von dieser Vielfalt nicht erschlagen zu werden und nicht kalt erwischt zu werden, wenn die Familie ernährt werden muss.

Gerade das macht das Spiel jedoch pädagogisch so wertvoll, denn diese Fähigkeiten lernen Kinder für das Leben. Auch das Ziel, von allem etwas anzubauen und zu züchten, statt sich auf ein Produkt zu spezialisieren, ist aus okölogischer Sicht sehr aktuell. Und dass Nachwuchs her muss, ist auch keine schlechte Botschaft. Alles in allem ein pädagogisch wertvolles Spiel!

Der Spielspaß leidet allerdings ein wenig darunter, dass man hauptsächlich für sich selbst wurschelt und grübelt und kaum Interaktion stattfindet. Dafür werden die kleinen grauen Zellen ordentlich auf Trab gehalten, was das Spiel sehr sinnvoll für jung und alt macht!



5 von 5 Sternen Das Beste Brettspiel seit Jahren   Oktober 22, 2008
Bachmair Gerald
1 aus 1 fanden die folgende Rezension hilfreich

Als wir das Spiel zum erstenmal auspackten waren wir vom Material begeistert, die Spielsteine aus Holz, liebevoll gestaltete Karten und Bögen. Leider ist keine Sortierbox enthalten, nur Plastiksäckchen mit Clipverschluss. Schade, aber schon das einzige was ich bemängeln muß. Außer der Anleitung vieleicht, die ist kompizierter ist als sie sin muß. Gelegenheitsspieler werden hier vermutlich verzweifeln, aber an die richtet sich das Spiel nicht.
Das Ziel besteht nicht den Gegener oder die Gegnerin zu schlagen, sondern vielmehr die eigene Familie und natürlich den Bauernhof über die Runden zu bringen. Ständig ist man bemüht das Gleichgewicht zwischen Hofausbau, Familienzuwachs und Nahrungsproduktion zu halten. Wer dies am optimalsten schafft wird am Ende die meisten Siegpunkte haben und gewinnen. Dabei ist es selten sinnvoll nur auf Getreideproduktion oder Schaffarmen zu setzen, das gibt saftige Abzüge am Spielende. Die Aktionsmöglichkeiten sind vielfältig, selbst im Familienspiel, und mit den zusätzlichen Handkarten wird jedes Spiel zur neuen Herausforderung, das immer eine andere Strategie erforderlich ist. Am ehesten zu vergleichen ist das Spielprinzip mit Säulen der Erde nur noch ein wenig komplexer.
Das Spiel ist aber so aufgebaut, das die ersten Partien nicht komplex sind, und dem Spieler/Spielerin überlassen ist, wann das Spiel umfangreicher werden soll. (Familienspiel ohne Handharten, Anfägerdeck,Interaktives Deck, Komplexes Deck)
Viel Zeit sollte man schon haben,vorallem bei den ersten Partien. Zu Zweit spielen wir mittlerweile eine Partie in ca. 30 min. Zu 3. oder 4. ca 1 Stunde und mehr.
Noch ein Tipp für die Aufbewahrung
Für die Karten hat sich die Community selbst geholfen und Schachteln entworfen (siehe Lookout-Forum). Die Spielsteine haben wir in Kunststoffbehälter mit Deckel gegeben. Dadurch ist der Aufwand das Spiel weg- oder herzuräumen geringer als z.B. Siedler von Catan.

Wer Mensch Ärgere Dich schon als komplex empfindet, soll die Finger davon lassen, alle anderen sollten einen 2.Blick riskieren.



5 von 5 Sternen Viel Planen, liebevoll gestaltet und sehr friedlich   August 31, 2008
K. Rühl
2 aus 2 fanden die folgende Rezension hilfreich

Agricola ist nichts für Leute die sich mal kurz eine Anleitung durchlesen wollen, um dann loszuspielen. Und das ist auch mein einziger Kritikpunkt an diesem Spiel: Die Anleitung ist anfangs echt unübersichtlich. Hat man sie dann mal durchblickt, geht es aber doch relativ schnell.

Man hat bei Agricola viele verschiedene Möglichkeiten, den eigenen Spielaufbau zu planen. In der Familienversion wird früher oder später jeder die gleiche Strategie fahren, während mit steigender Komplexität des Spiel auch immer mehr Möglichkeiten hinzukommen, weil man durch wahnsinnig viele verschiedene Karten immer neue "Sonderfähigkeiten" bekommt, um sein Spiel voranzutreiben.
So muss man auch schon frühzeitig planen, wann man welche Karte einsetzen möchte, um sie noch ausreichend Gewinnbringend nutzen zu können.

Gewonnen hat am Ende der mit den meisten Siegpunkten. Man hat hier keine Leiste, auf der immer mitgezählt wird, sondern addiert am Ende des Spiels auf, wobei es auch Minuspunkte gibt, wenn man zum Beispiel den Ackerbau oder die Viehzucht vernachlässigt hat. Das führt dazu, dass man zwar grob abschätzen kann, wie man dasteht, jeder merkt ja auch, ob er auf nem guten Weg ist, dass es aber bis zum Ende noch ein bisschen spannend bleibt, wer gewinnt.

Das Spielmaterial ist sehr sehr liebevoll gestaltet - vor allem in der zweiten Auflage, wo die kleinen Würfelchen durch richtige Kühe, Schafe und Schweine ersetzt wurden.

Ach ja: Was ich noch besonders schön finde: Ein Strategiespiel, bei dem man sich mit anderen Spielern kaum in die Queere kommt. Jeder baut seinen eigenen Hof auf, eigentlich stört man sich nur, wenn man zur Selben Zeit das Selbe machen wollte, wie ein anderer Spieler, und das dann nicht mehr geht, weil jede Aktion nur einmal genutzt werden kann. Aber es gibt eben kein absichtliches "dem anderen was kaputt machen". Das finde ich persönlich sehr angenehm.

Fazit: Das Spiel macht riesigen Spaß, ist auch für Familien mit Kindern (geschätzt ab 12) gut spielbar, dann aber zu Lasten der Komplexität. Für erwachsene Spieler dauert es schon sehr lange, bis das Spiel keine neuen Möglichkeiten mehr bietet - ich weiß nicht, ob der Punkt überhaupt erreicht wird.



5 von 5 Sternen Ökologische Vielfalt oder Mono-Kultur   April 11, 2008
Sebastian Weber (München)
7 aus 7 fanden die folgende Rezension hilfreich

Agricola ist - um das vorwegzunehmen - wahrscheinlich das beste Spiel der letzten Jahre. Auch wenn die Thematik (Aufbau eines Bauernhofes) manch einen Spieler zu Beginn etwas abschrecken mag - schon nach kurzer Zeit, nämlich dann, wenn man die Spielmechanismen kennt und beherrscht, macht dieses Spiel süchtig.

Jeder Spieler beginnt mit einem freien Stück Land, lediglich zwei Holzhütten und zwei Personen stehen zur Verfügung. Nun gilt es, entweder Äcker zu pflügen, um in den Erntephasen Getreide oder Gemüse zu bekommen, Weiden zu errichten, um Schafe, Wildschweine oder Rinder zu züchten, Ställe zu erbauen oder die Wohnung zu erweitern. Schließlich möchte man sich beizeiten um Nachwuchs kümmern. Jede Aktion muss wohlüberlegt sein, denn "Geld", sprich Nährwerte, ist äußerst knapp. Vielleicht lohnt sich da eine Ausbildung oder gar eine Anschaffung...? Mit einer Feuerstelle lassen sich schließlich die Schafe in Nahrung für die Familie umwandeln...

Selten hat ein Spiel so gut funktioniert wie Agricola. Schrecken Gelegenheitsspieler anfangs vor der Hülle an Material zurück, stellt sich bald heraus, dass Agricola auch ohne den 360 individuellen (!!!) Karten gespielt werden kann. Freilich fehlt dann ein wenig der Reiz für Taktiker und Strategen, doch Neulinge lernen dadurch schneller und besser. Die durch die Rundenanzahl vorgegebene Spielzeit ist sehr angenehm, pro Spieler darf man mit 30 Minuten rechnen. Gerade zum Ende hin kann es zu kleineren Verzögerungen kommen, die Vielzahl der möglichen Aktionen strengt zu genauem Nachdenken an...

Für Brettspiel-Fans ist Agricola schlichtweg ein Muss. Gefallen wird es in erster Linie Fans von "Siedler", "Puerto Rico" oder "Caylus". Der vielleicht etwas hohe Preis rechtfertigt sich, sobald man die Schachtel in der Hand hält. Etwa zwei Kilo wiegt das Spiel - damit dürfte es sich um den besten Kilo-Preis bei Brettspielen handeln ;-)

In jedem Fall werden Sie hier bei einem Kauf keinen Fehler machen!!!



5 von 5 Sternen Deutscher Spielepreis 2008   Februar 7, 2008
Harry Calahan (San Francisco)
25 aus 25 fanden die folgende Rezension hilfreich

.....das behaupte ich einfach mal, denn fast alle Spieler und Kritiker sind bisher positiv angetan.

Es gibt eine "normale" Variante, auch mit unterschiedlichen Kartensätzen an Schwierigkeit, die dem Spiel mehr wirtschaftliche Möglichkeiten bieten, aber auch eine Familienversion (vereinfacht), die ich bisher aber nicht gespielt habe.
Die normale Version ist nur für diejenigen, die öfters Spielen und sich von komplexen Karten-Kombinationen mit wirtschaftlichem Hintergedanken nicht abschrecken lassen (z.B. erst muss ich bestimmte Karten ausgespielt haben, was Vorbereitung braucht, bevor ich dann andere wiederum ausspieln kann.) Andere sollte vorher Probe spielen. Aber: man muss nicht mit den Karten zwangsweise spielen und sich erschlagen lassen, sondern sie langsam kennen lernen.

Schön ist die Idee mal den Bauernhof als Wirtschaftssimulation zu nutzen. Ich habe mein Grundstück vor mir liegen und erweitere mein Haus, baue Ställe, Zäune, setzte Tiere ein oder betreibe Ackerbau mit Ernte. Zwar gibt es keine echten Figuren von Mensch und Tier (was evtl. als Erweiterung kommen könnte), doch das tut Erwachsenen nicht weh. Bei einem guten Preis von ca. 32 bekommt man massig Spielmaterial und vieles aus Holz. Das ist mehr als fair, brauch aber auch einen großen Spieltisch.

Je mehr Familienmitglieder ich habe (2-5) desto mehr Aktionen kann ich nutzen: Holz, Lehm, Stein, Nährwerte, Äcker pflügen/säen, neue Tiere, Stall/Zäune/Hausausbau, große/kleine Anschaffungen und Ausbildung betreiben. Die Kartendecks der Anschaffungen und Ausbildungen verleihen dem Spiel Tiefe und Anspruch. In den ersten Partien muss man diese nicht unbedingt berücksichtigen. Ach ja, Brot backen bzw. Tiere "kochen" muss man, damit man Nährwerte bekommt, die einem helfen die Familie ernähren zu können. Verschiedene Öfen oder Kochstellen sind wirtschaftlich unterschiedlich. Die Graphik fällt mir hier und bei Beschriftungen etwas kleine und farb- bzw. kontrastlos aus. Neben dem fehlen echter Tiere das einzige Minus an diesem Spiel!

Die Spielanleitung kann einen zuerst erschlagen, doch der Kernspieleinhalt ist nicht umfangreich und im Spiel kommt jeder schnell wieder dran. Durch eine vorgegebene Rundenanzahl bleibt auch die Spielzeit überschaubar. Bei 4 Spielern spielen alle Karten mit. Bei 5 dauert es etwas länger. Selbst alleine kann man es spielen, um seinen Highscore zu verbessern. Punkte gibt es für sehr viele Dinge, aber davon sollte man sich am Anfang nicht erschlagen lassen: Getreide, Gemüse, 3 Tierarten, unbebaute Hoffelder, Familienmitglieder, Art des Gebäudes, Ställe, umschlossene Weiden.

Wenn nicht noch ein besseres Spiel in den nächsten sechs Monaten kommt, ist es mein Spiel für den Deutschen Spielepreis 2008 und eins der besten Spiele seit langem. Vielspieler können blind zugreifen. Familien und Gelegenheitsspieler sollten Probespielen oder Ausschau nach einer Kritik zu der Familienversion halten.


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