Das Spiel des Engels | 
vergrössern | Autor: Carlos Ruiz Zafón Urheber: Carlos Ruiz Zafón, Peter Schwaar Verleger: S. Fischer
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Bewertung: 36 Rezensionen Verkaufsrang: 4
Medium: Gebundene Ausgabe Ausgabe: 2., Aufl. Seiten: 720 Versandgewicht: 1.8 Maße (innen): 8.4 x 5.4 x 1.9
ISBN: 3100954009 EAN: 9783100954008 ASIN: 3100954009
Publikation: November 10, 2008 (Neu: Letztes 30 Tage) Verfügbarkeit: Gewöhnlich versandfertig bei Amazon in 24 Stunden
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| Redaktionelle Rezensionen:
Aus der Amazon.de Redaktion David Martín ist siebzehn, als er die Chance seines Lebens erhält: Der Chefredakteur einer Regionalzeitung fragt ihn, ob er für einen ausgefallenen Beitrag Ersatz liefern könne. Und David Martín kann: seine Erzählungen "Geheimnisse von Barcelona" werden ein Riesenerfolg. Doch im Laufe der Zeit wird klar: Dieser Erfolg hat seinen Preis... Die mystisch-spannende Geschichte, die Bestsellerautor Zafón in Das Spiel des Engels entfaltet, zieht den Leser rasch in ihren Bann und entführt ihn in ein faszinierend morbides Barcelona zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Zafóns grandioses Debüt Der Schatten des Windes begleitete den Buchhändler Daniel Sempere auf einer Entdeckungsreise in die Vergangenheit. Das Spiel des Engels führt nun noch weiter zurück, nämlich bis zu Daniels Großvater. Der alte Buchhändler Sempere ist jetzt der väterliche Freund Davids. Nach seinem erfolgreichen Einstand verdient der aus armem Hause stammende Literat David bald sein Geld mit dem Fortsetzungsroman "Verdammte der Stadt". Doch im Laufe seiner 127 Folgen zehrt die Arbeit ihn auf, seine Liebe zur schönen Cristina bleibt unerwidert, und seine Gesundheit nimmt schweren Schaden. Eines Tages, als es David Martín besonders schlecht geht, nimmt der alte Buchhändler Sempere ihn mit an einen geheimnisvollen Ort, der schon im Der Schatten des Windes verzauberte: den Friedhof der vergessenen Bücher. Bald darauf erhält der inzwischen schwer kranke David eine seltsame Offerte von einem dubiosem Verleger. Für das Schreiben einer ganz speziellen Auftragsarbeit macht dieser dem Schriftsteller ein verlockendes Angebot - ein guter Deal oder ein Pakt mit dem Teufel? Das Spiel des Engels ist gleichzeitig Fantasy-Märchen, Liebesgeschichte, Krimi und Horrorstory. Das Buch fesselt den Leser mit den fein gesponnenen Fäden seiner Geschichte, sodass man bald nicht mehr zwischen erzählter Wirklichkeit und imaginiertem Trugbild zu unterscheiden vermag. Wie schon in Der Schatten des Windes verknüpft Zafón äußerst kunstvoll verschiedene Ebenen und Stränge miteinander. Über geheimnisvolle Orte und metaphysisch anmutende Begegnungen verdichtet sich die Handlung immer mehr - bis zu dem Punkt, da sie schließlich in einen erbarmungslosen Kampf auf Leben und Tod mündet. -- Ulrike Künnecke, Literaturtest
Interview: 5 Fragen an Carlos Ruiz Zafón
Herr Zafón, Ihr letztes Buch Der Schatten des Windes entführte uns an einen geheimnisvollen Ort, an dem Bücher niemals sterben. Wohin entführt uns Ihr neuer Roman Das Spiel des Engels? Das Spiel des Engels entführt den Leser wieder in das literarische Universum des Friedhofs der Vergessenen Bücher und in das mysteriöse gotische Viertel Barcelonas. Es ist eine Geschichte, in der es Intrigen und Romanzen gibt, die tragisch und komisch ist. Und sie steckt voller Überraschungen. Wie arbeiten Sie an einem Roman? Wenn ich mich hinsetze, schreibe ich tagelang durch und gönne mir nur einen freien Tag in der Woche. Einen Teil vom Das Spiel des Engels habe ich in Los Angeles geschrieben. Ein Freund hat mir ein Arbeitszimmer überlassen und ich habe dort von 6 Uhr früh bis 2 Uhr mittags geschrieben, völlig gegen meine Veranlagung. Sonst arbeite ich immer nachts. Schreiben ist ein komplizierter Prozess, der mich viel Zeit kostet und für den ich mich ein wenig aus der Welt zurückziehen muss.
In Spanien ist "Das Spiel des Engels" noch erfolgreicher als Ihr erster Roman. Woran, glauben Sie, liegt das? "Der Schatten des Windes" habe ich vor zehn Jahren angefangen zu schreiben. Ich glaube, dass ich in dieser Zeit etwas hinzugelernt habe. Man lernt aus seinen Fehlern und mit dem Alter. Zudem war das Buch aus der Perspektive eines heranwachsenden Jungen geschrieben und deshalb liebenswürdiger. Beim Das Spiel des Engels war ich mutiger, und so ist dabei die ruchlose Schwester von Der Schatten des Windes herausgekommen. Es hat mehr von Charles Dickens: Es ist eine Hommage an die Schriftsteller des 19. Jahrhunderts, die die Literatur auf fieberhafte Weise lebten.
Wann haben Sie angefangen zu schreiben? Als ich zum ersten Mal Geld für etwas von mir Geschriebenes erhielt, war ich acht Jahre alt und dachte, mit 13 bin ich berühmt. Ich gründete mit einigen Freunden an der Schule einen Verlag. Einer kümmerte sich um die Gestaltung, ein anderer machte die Kopien, und ich schrieb. Es waren Horrorgeschichten mit Außerirdischen und Vampiren. Mit dem Geld, das wir einnahmen, kauften wir uns Süßigkeiten. Seitdem habe ich nicht aufgehört zu schreiben.
Was ist Glück für Sie? Ich tu gerne einmal nichts, aber irgendetwas mache ich immer. Ich höre gern Musik, lese, gehe ins Kino, reise und lerne. Ich lerne sehr schnell. Viel wichtiger als der Erfolg meiner Bücher ist für mich, dass ich seit langer Zeit zum ersten Mal mit mir selbst zufrieden bin. Was ist für mich das Glück? Darauf antworte ich immer das Gleiche: geistige Zufriedenheit.
Über den Autor Carlos Ruiz Zafón wurde 1964 in Barcelona geboren, wuchs im Schatten von Gaudís Kathedrale Sagrada Família auf und besuchte die gotische Jesuitenschule von Sarría. Deren wuchernde Architektur regte schon den 10-Jährigen zu Schauergeschichten an und inspiriert ihn bis heute zu seinen kunstvoll konstruierten Romanhandlungen. Seine berufliche Laufbahn begann er als Texter, bevor es ihn 1994 nach Los Angeles zog, wo er zehn Jahre als Drehbuchautor und Journalist arbeitete. Für sein Erstlingswerk Der Fürst des Nebels erhielt Ruiz Zafón 1993 den Edebé-Preis für Jugendliteratur. Sein Roman Der Schatten des Windes von 2001 wurde zum größten Bucherfolg Spaniens und begeisterte, in mehr als 30 Sprachen übersetzt, Leser in aller Welt.
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| Kundenrezensionen: Gelesen 31 mehr Rezensionen...
Erwachsener, dämonischer und besser als der Schatten des Windes November 30, 2008 Matthias Richter (Lüneburger Heide) 2 aus 7 fanden die folgende Rezension hilfreich
Der Schatten des Windes - erfolgreichster Roman des Jahres 2004 - spielte im Barcelona der 30er Jahre und erzählte die Geschichte des jungen Daniel Sempere, Sohn eines Antiquars, auf seiner Entdeckungsreise in die Vergangenheit. Zafóns neuer Roman, Das Spiel des Engels erzählt eine Geschichte, die rund 20 Jahre vorher spielt, und bis zu Daniels Großvater zurück reicht. Protagonist des Romans ist der junge Schriftsteller David Martin, der, aus ärmsten Verhältnissen stammend, einen gewissen Erfolg mit der Fortsetzungsgeschichte Die Verdammten der Stadt erreicht. Ein Knebelvertrag zwingt ihn zwar, beinahe Tag und Nacht zu schreiben, aber er kann sich das erste Mal seit er denken kann, etwas Wohlstand leisten. Er mietet eine alte und geheimnisvolle Villa, vor der er zwar gewarnt wird, denn der Vorbesitzer, ebenfalls Schriftsteller, brachte sich dort unter ungeklärten Umständen um, die er aber unbedingt haben will. Im Laufe der 127 Folgen von die Verdammten der Stadt zehrt ihn die Arbeit auf, seine Liebe zur schönen Cristina bleibt unerwidert, und seine Gesundheit nimmt schweren Schaden. So nimmt er das Angebot eines mysteriösen Fremden, endlich seinen ersten wirklichen Roman unter eigenem Namen herauszugeben, nur allzu gerne an. David nimmt die Arbeit auf, erfährt dann aber, dass der Vorbewohner seiner Villa, bevor er seinem Leben ein Ende setzte, einen ganz ähnlichen Auftrag hatte... Das Spiel des Engels ist dämonischer und mysteriöser als Im Schatten des Windes. Das Buch ist überaus spannend und hervorragend geschrieben, es hat mich völlig in seinen Bann gezogen. Es ist Zafón gelungen, nach dem Schatten des Windes einen Roman zu schreiben, der eine Entwicklung zeigt und zu keiner Zeit das Gefühl vermittelt, nur an den Erfolg des ersten anknüpfen zu wollen. Ein Schmöker im besten Sinne, und eine unbedingte Empfehlung
Faustiade November 28, 2008 Sebastian Buechner (Berlin) 2 aus 6 fanden die folgende Rezension hilfreich
Nur als kleine Ergänzung, weil in vielen Rezensionen das ganze als Mystery-Thriller bzw. der Plot als langweilig beschrieben wurde: Der Roman ist eine Adaption des "Faust"-Stoffes. Das wirkt zeitweise etwas bemüht, aufgrund des spannungsreichen Stils, der Detailverliebtheit des Autors, seiner Fähigkeit zu atmosphärischer Dichte aber insgesamt ein sehr lesenswerstes Buch - und dank der nun auch zeitweisen Ironie noch besser als der ohnehin schon großartige Rióman "Der Schatten des Windes".
Carlos Ruiz Zafón: Das Spiel des Engels November 28, 2008 HaBe (Schallstadt) 4 aus 16 fanden die folgende Rezension hilfreich
"Das Spiel des Engels" ist das schlechteste Buch, das ich seit langem gelesen habe, sowohl inhaltlich als auch sprachlich absolut enttäuschend. Wie ist das möglich? Die Geschichte ist ohne Spannung, völlig unlogisch, oberflächlich, langatmig, zusammenhanglos. Der Protagonist David Martin ist nicht wirklich sympathisch, Beweggründe für sein Handeln sind nicht erkennbar, was ihm warum geschieht ist nicht schlüssig oder nachvollziehbar. Viele Fragen bleiben offen, die Übersetzung ist schlecht. Ich habe mich so geärgert, könnte ich 0 Sterne vergeben, würde ich das tun.
"Ein ganz großes Buch mit irrer Atmosphäre und wahnsinniger Spannung November 27, 2008 coco (münchen, bayern) 4 aus 6 fanden die folgende Rezension hilfreich
Ich habe das "Spiel des Engels" am Donnerstag Mittag bekommen - und in drei Tagen gelesen. Nein, das richtige Wort ist: ich habe es verschlungen. Ich habe fast keine Unterbrechung verkraftet (fürs Essen und Schlafen und so), man hält es nicht aus. Über dieser Buch ist zu Recht ja schon viel Hervorragendes geschrieben worden, eine Qualität aber wurde noch zu wenig gerühmt: die einzigartige Spannung des Buches, die noch stärker ist als im "Schatten des Windes" (dem es überhaupt in gar nichts nachsteht, wie ich finde, was ja wahnsinnig viel heißt!). Natürlich besteht das Buch aus viel mehr als Spannung, aber: es ist eine geniale Fähigkeit dieses Autors, eine geradezu überwältigende Spannung zu erzeugen, von Beginn an, Seite für Seite. Dabei ergibt sich die Spannung nicht aus nur einem Motiv, einem Strang des Erzählens, sie entsteht auf allen Ebenen und durch eine große Anzahl auch kleiner Details. Die besten Krimi- und Thrillerautoren könnten bei Carlos Ruiz Zafón noch etwas lernen, obwohl "Spiel des Engels" natürlich kein eigentlicher Thriller ist, sondern im Kern ein sehr atmosphärischer, sehr poetischer und tiefgründiger Roman. (Es ist auch das mit Abstand tollste Buch über Barcelona, das ich kenne!) Aber eben zudem - mitreißender, packender als die allermeisten Thriller! Logische Fehler sehe ich keine, es gibt vielleicht (ich muss es noch mal lesen) ein paar offene Dinge in den Handlungssträngen im letzten Drittel, die ich aber eher als offen-geheimnisvoll empfinde. In großen Büchern sind nie alle Fragen beantwortet.
Mehr davon! November 27, 2008 Corinna Brunner (Hamburg) 0 aus 1 fanden die folgende Rezension hilfreich
Ich kann mich noch gut erinnern, wie ich vor einigen Jahren in der Welt von Der Schatten des Windes" versunken bin und gar nicht wieder auftauchen mochte. Ich kann nur sagen: mit Das Spiel des Engels" ging es mir genauso! Ein tolles Buch, ich bin letztes Wochenende kaum vor die Tür gegangen. Die düsteren Winkel und Gassen von Barcelona, unvergessliche Figuren (richtig witzig sind die Dialoge zwischen David und Isabella), große Gefühle, eine Welt voller Gefahren und Geheimnisse - es ist ein echter Zafón geworden, zum Glück! Ich freue mich schon auf den nächsten!
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